• Procom Invest baut innerstädtisch Wohn- und Geschäftsgebäude
• Wettbewerb-Jury wählt sechs Büros in Entscheidungsrunde

Hamburg, 23. Mai 2019. Sechs von 15 Büros haben im zweistufigen Architekten-Wettbewerb zur Neubebauung der Nikolai-Insel durch die Procom Invest GmbH & Co. KG in der Hamburger Altstadt die erste große Hürde genommen. Sie werden ihre Gestaltungsvorschläge jetzt weiterentwickeln und im September zur finalen Entscheidung der Jury präsentieren.

In dem Auswahlgremium, das heute in Hamburg die Shortlist der finalen Wettbewerbsteilnehmer wählte, sitzen neben Hamburgs Oberbaudirektor Franz-Josef Höing Vertreter des Bauherrn, des Bezirksamts Hamburg-Mitte, der Bezirkspolitik, der Denkmalpflege sowie Architekten und Stadtplaner.

Procom investiert 250 Millionen in historischen Standort

Rund 250 Millionen Euro investiert Procom in die Entwicklung der beiden insgesamt rund 5.900 Quadratmeter großen Grundstücke an diesem historischen Standort. Das Nikolaifleet, einst Hauptmündungsarm der Alster in die Elbe, gilt als Keimzelle des Hamburger Hafens.

Das Nutzungskonzept sieht eine Mischung aus Büros und Wohnen vor, dazu im Erdgeschoss Gastronomie, Dienstleistungen und Einzelhandel. Etwa 30 Prozent der Flächen sind für den Bau von rund 150 Wohnungen vorgesehen. Nach dem Modell des „Hamburger Drittelmix“ sollen zu gleichen Teilen öffentlich geförderter Wohnraum, Miet- und Eigentumswohnungen realisiert werden. Aufgabenstellung für die Architekten ist es, sowohl eine komplette Neubebauung des Areals zu entwerfen, als auch Ideen für Varianten, die das nicht denkmalgeschützte Bestandsgebäude von 1874 ganz oder teilweise integrieren.

Erwartet werden für die Überarbeitung der ausgewählten Entwürfe nun auch Vorschläge zu Materialen und Farbgestaltung. Ein besonderes Augenmerk möchte die Jury auf die Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raums am Nikolaifleet legen. Erhalten werden soll der dortige Baumbestand.

Oberbaudirektor lobt kreative Vielfalt des Wettbewerbs

Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor: „Die eingereichten Entwürfe boten eine hervorragende Vielfalt und ein breites Spektrum an klugen Antworten zur Entwicklung dieses wichtigen innerstädtischen Raumes. Beeindruckend war die Ernsthaftigkeit, mit der sich die Büros auf das vorhandene Potenzial eingelassen haben, auch auf den Bestand. Fantastisch, was für Qualitäten an diesem vernachlässigten Ort schlummern. Sie gilt es nun zu wecken.“

Dennis Barth, Geschäftsführer Procom: „Das Ergebnis der ersten Wettbewerbsphase hat alle beeindruckt. Wir sind sehr gespannt auf die Weiterführung der für die Finalrunde ausgewählten Büros, die dieses historische Stück Hamburg am Nikolaifleet besonders treffend aufzuwerten wussten.“

Prof. Jórunn Ragnarsdóttir, Jury-Vorsitzende: „Der Wettbewerb hat ein Gefühl für den kreativen Reichtum vermittelt, der in die Entwicklung der Nikolai-Insel fließen wird. Die Begeisterung für die sechs ausgewählten Entwürfe war in der Jury konsensual.“

Andreas Kellner, Landeskonservator: „Das Projekt wird an einem der stadtgeschichtlich bedeutendsten Orte der Stadt – ihrem ersten Hafen – geplant und ist zudem geprägt von einer großen Denkmaldichte in der Umgebung, unter denen das unmittelbar benachbarte Gebäude der Patriotischen Gesellschaft besonders hervorzuheben ist. Umso mehr freue ich mich, dass alle sechs Arbeiten das Potential haben, als eine der Bedeutung des Ortes würdige und ihn städtebaulich aufwertende Lösung zur Realisierung ausgewählt zu werden.“

In die finale Runde wurden folgende Architekturbüros gewählt (keine Priorisierung):

• Sergison Bates architects, London
• BIWERMAU Architekten BDA, Hamburg
• Christoph Mäckler Architekten, FFM
• Bruno Fioretti Marquez Architekten, Berlin
• Boltshauser Architekten AG, Zürich
• O’Donnell Tuomey, Dublin

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